Geschichte

ofenansicht_5.jpgUrsprung

Anagama heißt frei übersetzt Höhlenofen (ana - Loch oder Höhle, gama - Ofen) Seine Wurzeln sind im asiatischen Raum, vorwiegend in China, Japan und Korea, wo er eine jahrhundertlange Tradition hat.

ofenansicht_2.jpg Prinzip

Typisch für den Anagama ist der gemeinsame Brenn und Feuerraum. Aus diesem Grund kann die Asche mit der Flamme durch den Ofen fliegen und sich auf der Ware sammeln.
Wegen der extrem hohen Temperatur von Zirka 1300°C reagiert die Asche mit dem Quarz im Scherben.
Durch diese Vereinigung entsteht eine Glasur. Deshalb müssen die Stücke vorher nicht glasiert werden.
Der Ofen hat die Form eines liegenden Tropfens, der sich zum Kamin hin verjüngt. Typisch für diese Ofenart ist auch die lange Brennzeit von mindesten vier Tagen und Nächten, wo ununterbrochen mit Holz geheizt wird.
Durch diese schöpferische Kraft des Feuers erreicht man wunderschöne Farben, die sich in der Natur wieder finden. Je nachdem wo und wie es im Ofen platziert wurde, ergeben sich einzigartige Färbungen. Jedes Stück wird somit zum Unikat.
Viele Faktoren beeinflussen den Brand, wie zum Beispiel die Dauer, die Temperatur, die Füllmenge im Ofen, die Art des Brennholzes, aber auch die Wetterlage.
Jeder Brand ist aussergewöhnlich und der Heizer wird dazu veranlasst, auf die Elemente einzugehen und auf seine Intuition zu setzen.
 
St. Lorenzen 58   A-8552 Eibiswald   +43 (0)650 806 19 76   isabella@anagama.at